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Allgemeine Informationen über die Stadtkirche Glückstadt

Öffnungszeiten der Stadtkirche

Unsere Stadtkirche ist täglich geöffnet - sofern keine Amtshandlungen oder Konzerte stattfinden und die Kirchenaufsicht gewährleistet ist.

Montag                      14-17 Uhr

Dienstag                    15 -17 Uhr                 

Mittwoch                    11-13 Uhr  und 14-16 Uhr

Donnerstag               10 -12 Uhr und 14-16 Uhr

Freitag                       14-17 Uhr

Samstag                    14-16 Uhr

Sonntag                     14-16 Uhr

 

Sollte die Stadtkirche geschlossen sein, wenden sie sich bitte zu den Öffnungszeiten an das Kirchenbüro im Gemeindehaus am Kirchplatz 19a.

Wir vereinbaren gern einen Termin mit Ihnen zur Besichtigung unserer Stadtkirche.

Tel. 04124 – 2009 oder kirchenbuero@kirche-glueckstadt.de

Rollstuhlfahrer können gern den rechten Seiteneingang – rote Tür – benutzen.

 

 

Das Äußere der Kirche

Die Glückstädter Kirche wurde in den Jahren 1618 - 1623 erbaut.
Der langgestreckte, weißgeschlemmte Backsteinbau mit seinem polygonalen Chor und 3/8-Schluß sowie dem vorgesetzten Westturm reiht sich stilvoll in das den Marktplatz umstehende Gebäudeensemble ein.

Beherrscht wird das Aussehen der Kirche durch den Westturm auf quadratischem Grundriss. Er hat jedoch nicht mehr sein ursprüngliches Aussehen.

Am 14. Februar 1648 wurde der obere Teil durch einen Orkan auf das Dach des Kirchenschiffes geworfen, wobei er es zerstörte.
Hierdurch wurde ein Neubau erforderlich und er erhielt seine heutige Form mit dem schmal hochgezogenen Haubenhelm.

Die Bekrönung des Helmes drückt ein Stück Geschichte aus:

Auf die Turmspitze sind zunächst eine Weltkugel, darüber die Glücksgöttin "Fortuna" mit Schleier (das Stadtwappen der Stadt Glückstadt), das "C4" (Monogramm Christians IV.) mit Krone und zum Schluss eine kleine Weltkugel mit Kreuz aufgesetzt.

 

 

Das Innere der Kirche

Der Besucher gelangt durch eine Tür in den Kirchenraum.

Dieser besticht in seinem ersten Eindruck durch seine Reichhaltigkeit an Einrichtungsgegenständen.

Er wird erhellt durch große, sprossengeteilte, schwach spitzbogige Fenster. In die Sprossen sind kleine rechteckige Fensterscheiben aus mundgeblasenem Danziger Antikglas eingesetzt.

Das breite Hauptschiff und der Chor haben eine durchlaufende Tonnenwölbung, wogegen das durch zwei Spitzarkaden vom Hauptschiff getrennte Südschiff bzw. Querhaus eine Flachdecke hat.

 

 

Das Taufbecken

Im Querhaus steht an der Ostwand unter dem nördlichen Fenster die achteckige Taufe.

Gefertigt wurde sie 1641 von Jost Schneiter aus Bielefeld/Glückstadt.

Vom Fuß ausgehende Sützvoluten tragen die große Kuppa mit acht ornamentierten Hermen.

Den auf der Kuppa liegenden Deckel schmückt als Griff ein Engelkopf.

Der über der Taufe hängende Deckel ist als große Knorpelwerklaterne ausgebildet.

 

 

Die Kanzel

Wenn wir an der Taufe vorbei in Richtung Kirchenschiff gehen,gelangen wir am Beginn des Chores zur Kanzel.

Wahrscheinlich entstand sie 1640/50  und ist demHofbildhauer Christians IV., Georg Kriebel, zuzuschreiben.


Der Kanzelkorb ist in schmale Felder aufgeteilt, die von verzierten Säulen begrenzt werden.
In den Feldern stehen Christus und sechs Apostel.

Das Unterteil der Kanzel bildet ein Knorpelvorlutenunterhang, der in einer Pinie endet. Der ursprüngliche Fuß scheint verloren und wird heute durch einen einfachen Eisenstab ersetzt.

Den Schalldeckel zieren sechs weitere Apostelfiguren und auf der Spitze steht ein Putto.

Die Felder des Kanzelaufganges sind bemalt und zeigen Aaron und Johannes den Täufer.

 

 

Das Triumphkreuz

Beim Betreten des Chores erblickt der Besucher das von der Decke abhängendeTriumphkreuz, eine Hamburger Arbeit aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.

Der Corpus mit angewinkelten Beinen und betonter seitlicher Kopfhaltung, ist auf ein breites Brett genagelt.

Die Dornenkrone auf dem Haupt besteht aus einem Schiffstau mit Schiffsnägeln.

An den vier Enden des Kreuzes sind runde Holzscheiben angebracht, auf denen die vier Evangelistensymbole abgebildet sind.

In das den Kreuzesstamm umgebende Rankenwerk sind Engel mit Fischleibern eingearbeitet.

 

 

Der Altar

Die Ostwand des Chorschlusses wird ganz vom Hauptaltar eingenommen.


Die ehemaligen Hauptaltäre der Stadtkirche verweisen auf eine wechselvolle Geschichte:
Der erste Altar von 1619, wohl ein Flügelaltar in spätgotischer Manier, wurde 1648 bei dem bereits oben erwähnten Orkan zerstört.
Der zweite Altar von 1663  (geschnitzt von I. Steinell aus Diepholz) wurde 1695 an die neuerbaute Christkirche in Rendsburg verkauft.

Der heutige, dritte Altar wird dem Hamburger Meister Hinrich Röhlke zugeschrieben. Der zweigeschossige Altaraufbau wird beherrscht von dem großen Tafelbild des Hamburger Malers Schulz aus dem Jahre 1836.
Dargestellt ist Christus am  Ölberg, zu seinen Füßen die Apostel.

Flankiert wird das Gemälde von gedrehten Säulen aus schwarzem Marmor.

Im Obergeschoss zeigt das runde Gemälde aus dem Jahre 1752 die "Beweinung Christi".

Auf den seitlichen Podesten stehen als Plastiken die vier Evangelisten.
Den gesprengten Dreiecksgiebel bekrönt, flankiert von zwei liegenden Engeln, der auferstandene Christus mit Gloriole und Kreuzfahne.

Die den Altar umlaufende Schranke gleicht mit ihren Docken der Chorschranke (Lettner).

 

 

Die Emporen

Geprägt wird der Gesamteindruck des Innenraumes der Kirche durch die Emporen mit Darstellungen des Alten und Neuen Testamentes sowie der Passion.

Der Bilderzyklus beginnt in der Südostecke des Querhauses mit der Erschaffung der Welt und weiteren Begebenheiten des Alten Testamentes, die an der Empore der Nordwand enden.

Daran schließen sich mit der Geburt Christi Begebenheiten des neuen Testamentes an und finden mit der Passion und dem Jüngsten Gericht an der Südseite des Chores, in Höhe der Kanzel, ihren Abschluß.

Die insgesamt 105 "Schildereyen" entstanden 1706 bis 1850.

 

 

Die Gedächtnistafeln

Besonders zu erwähnen sind zwei Gedächtnistafeln (Epitaph),die am Arkadenpfeiler im Kirchenraum hängen.


Auf der einen Seite dieses Pfeilers, zum Kirchenschiff hin, ist ein Epitaph mit reichem Rahmenaufbau aus dem Jahre 1625 zu sehen.

Es stellt auf dem mit Öl auf Holz gemalten Ovalbild den ersten Bürgermeister von Glückstadt, Wichboldt van Ancken (t 1629), mit seinen zwei Frauen kniend unter dem Kreuz von Golgatha dar.

Das qualitätsvolle Gemälde wird umrahmt von geflügelten Frauengestalten mit Fischleibern sowie zwei Figuren, die Glaube und Hoffnung symbolisieren.

 

 

Auf der anderen Seite des Pfeilers, zum Querhaus hin, befindet sich ein Epitaph zum Gedenken an den Kanzler der Regierung, Juristen und Diplomaten Heinrich Pohlmann aus dem jahre 1719.

Die lateinische Inschrift rühmt seine Weisheit und Gerechtigkeit.

Sie wurde vor kurzem von der Restauratorin Frau Tatjana Wolf restauriert und zeigt nun wieder die leuchtenden Originalfarben.

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