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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

alle gesellschaftlichen Aktivitäten werden gerade aufgrund der Virus-Epidemie zurückgefahren und auf das Notwendigste beschränkt.
Der Rückzug in das eigene Zuhause kann positiv Ruhe und Besinnung schenken, aber eben auch - insbesondere in Anbetracht der gegenwärtigen Situation - Sorgen und Probleme zum Vorschein bringen oder diese verstärken.

Was auch sonst gilt, möchten wir, das Pfarrteam von Glückstadt, in diesen Tagen noch einmal besonders betonen:

Sie können uns jederzeit anrufen!
Wir sind für Sie da und nehmen uns für Sie Zeit!
Was Sie uns anvertrauen, unterliegt der Schweigepflicht!

Wir sind unter folgenden Telefonnummern für Sie zu erreichen:

Pastorin Schinkel:     04124- 93 94 299
Pastorin Dušková:    0151 - 42 48 3222
Pastor Egenberger:  04124 - 603083
Pastor Schröder:      04124 - 5224

Falls sich ein Anrufbeantworter meldet, sprechen Sie einfach Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band, wir rufen Sie zeitnah zurück.
Herzlichst Ihr Pfarrteam

Tag des offenen Denkmals 2020

Dies ist ein Beitrag der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Glückstadt zum Tag des offenen Denkmals 2020, bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

In der Stadtkirche Glückstadt hängt ein Epitaph von 1691, welches in diesem Film anlässlich des Tags des offenen Denkmales von Pastor Thomas-Christian Schröder sehr anschaulich erklärt wird. Tauchen Sie ein in die Welt der Malerei und erfahren Sie, was für Bedeutungen Teile dieses Gemäldes beinhalten. So haben Sie das Epitaph noch nie gesehen!

Predigt für Sonntag, den 06.09.2020 von Pastorin Schinkel

Früher war alles besser, liebe Gemeinde.

Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls, wenn man den Erzählungen des Evangelisten Lukas über die Urgemeinde in Jerusalem lauscht.

Eine tolle Zeit: Sie waren täglich beieinander, aßen zusammen. Beteten viel und gern. Waren einmütig, es gab keinen Streit. Sie hatten alles gemeinsam, sie verkauften ihren Besitz – alles, was sie so hatten – und teilten es miteinander, je nachdem wie es einer nötig hatte.

Doch dann gab es Ärger im Paradies. Weil die Gemeinde einfach zu schnell wuchs. Was eigentlich doch ein Segen war, brachte große Probleme mit sich. Einiges geriet aus dem Blickfeld. Bedürftige Menschen , Witwen, wurden bei der täglichen Versorgung übersehen. Und niemanden schien das zu interessieren, sie hatten keine Lobby. Ein handfester Skandal- und das in einer christlichen Gemeinde. Noch dazu, weil es zugezogene Frauen waren, mit einem anderen sprachlichen und kulturellen Hintergrund- Migrantinnen. Dabei hatte Paulus doch immer behauptet: “Hier ist weder Jude noch Grieche!” Von wegen. Es waren nur scheinbar alle gleich, einige waren gleicher.

Die Frauen finden Fürsprecher, die diese Misere vor das Leitungsgremium bringen, und das handelt sofort. Vor allem pragmatisch. Im Sinne christlicher Nächstenliebe wird eine Suppenküche eingerichtet.

Mich beeindruckt vor allem die Ehrlichkeit, mit der die Apostel vor die Gemeinde treten: “Wir schaffen all die Arbeit nicht mehr. Dieser Fehler hätte uns nicht unterlaufen dürfen. Wir brauchen mehr Schultern, die die Verantwortung mittragen.”

Was die Apostel hier erkennen, gilt für jedes Unternehmen, jede Kirchengemeinde, jede Familie. Man muss sich schon aufteilen, wenn jeder bedacht werden soll und sich keiner dafür zu Tode bzw. in den Burnout schuften will. Wenn sie ihre Aufgabe als Prediger und Seelsorger verantwortungsvoll wahrnehmen wollen, müssen die Apostel Aufgaben delegieren. Es wird eine zweite Leitungsebene eingeführt, sieben Männer mit tadellosem Ruf, großer Kompetenz und engagiertem Glauben- die Geburtsstunde der Diakonie.

Und damit allen klar ist, welche Rolle die Diakone zukünftig in der Gemeinde spielen werden, welche Bedeutung sie haben, werden sie feierlich in ihr Amt eingeführt. Die Apostel beten für sie und segnen sie.

Mich überzeugt dieses Krisenmanagement. Die Freunde Jesu “können Krise”, wie wir heute gerne sagen.

Zunächst einmal hören sie zu und stellen sich den unangenehmen Wahrheiten.

Sie bekennen sich zu ihren Fehlern und analysieren die Situation.

Und dann haben sie den Mut zu einer Entscheidung, die vielleicht nicht von allen akzeptiert wird. Deren Tragweite sie noch nicht vollständig ermessen können. Die jedoch sein muss und nicht auf die lange Bank geschoben werden kann. Zu diesem Zeitpunkt alternativlos ist.

Aber sie vertrauen zutiefst darauf, dass sie auch in einem möglichen Scheitern getragen bleiben von der vergebenden Liebe Gottes. Wie es Martin Luther seinem oftmals wenig entscheidungsfreudigen Freund Melanchthon geraten hat: “Sündige tapfer und glaube noch tapferer.”

Unsere Kirche heute befindet sich wieder in einer Krise. Allerdings nicht, weil sie sich vor neuen Mitgliedern kaum retten kann. Die Kirche schrumpft. Nur: Deshalb wird die Arbeit nicht weniger- sie ist in einer Gemeinde mit 2000 Gemeindegliedern oft genauso groß wie in einer mit 5000. Zudem verteilen sich die Aufgaben auf immer weniger Haupt- und Ehrenamtliche. Die dennoch versuchen, den weiterhin hohen Ansprüchen gerecht zu werden, die sowohl die Kirchenmitglieder aber auch die Nichtmitglieder an ihre Arbeit haben. In jeder Gemeinde soll möglichst alles vorgehalten werden. Und manchmal gerät dabei ins Hintertreffen, dass wir auch einen missionarischen Auftrag haben. Kirche nicht nur für die da ist, die ihr schon angehören, sondern auch für die, die noch am Rand stehen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen.

Wir müssen uns also erneut Gedanken machen über die Zukunft der Kirche, Entscheidungen treffen darüber, welche Aufgaben wir fortführen können, und welche wir vielleicht aufgeben müssen. Und ich hoffe sehr, dass wir dann auch “Krise können” so wie die Apostel damals. Einander zuhören, auch wenn es unbequem ist. Niemanden übersehen und zurücklassen. Viel beten und dann mutige Entscheidungen treffen. Auf Gottes Geist und Vergebung bauen.

Und ich hoffe sehr, dass viele dabei sein werden, auf die man zählen und mit denen man rechnen kann. Ehrenamtliche, Freiwillige, helfende Hände. Die sich um andere kümmern, die mitdenken, planen, besorgen, verwalten, gestalten.

Und die damit rechnen können, dass die Gemeinschaft sie achtet und trägt – mit ihnen betet und für sie betet – und dass Gottes Liebe sie leitet und schützt.

Dann wird vielleicht nicht alles, aber vieles besser.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen und Euch

Pastorin Gabriele Schinkel

 

 

Viel Glück und viel Segen

Der Glückstädter Posaunenchor

 

 

 

 

 

Freuen Sie sich auf einen Segensgruß mit Bildern der Stadtkirche - für Sie gespielt vom Glückstädter Posaunenchor!

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Hoffnungsworte

Weitere Hoffnungsworte finden Sie hier!

Seit es keine Gottesdienste mehr in der gewohnten Form geben kann,

haben die Pastoren dieser Gemeinde hoffnungsvolle, mutmachende Worte

und auch andere Beiträge verfasst und hier veröffentlicht.

Auf dieser Startseite finden Sie immer nur die zwei Aktuellsten,

aber alle vorangegangenen finden Sie unter der Rubrik "Hoffnungsworte".

 

 

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Wir sind eine Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde in der Elbmarsch.

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